Donnerstag, 19. November 2009
mezcal aus kanistern
wir hatten ja bekannterweise ein langes wochenende und jenes haben wir in oaxaca, einer kleinen stadt ca. 1 flugstunde von d.f. entfernt, verbracht.

wenn ihr mal in mexico mit dem flugzeug unterwegs seid nehmt nicht mexicana. die gesellschaft ist strange. boarding wird zweimal gemacht: einmal werden die boardkarten eingesammelt und alle dürfen sich wieder setzen und dann werden 37 mal die leute aufgerufen, die noch nicht "geboardet" haben. wenn dann das verspätete flugzeug da ist wird wirklich geboardet. man hat an board zwar eine super beinfreiheit aber kein bier in der boardverpflegung.

wir hatten ein hübsches kleines hotel mit einer fantastischen dachterasse und einem blick über die stadt ... und die hatten einen privat gebrauten mezcal, den sie in kleinen plastickkanistern ausgeschenkt und verkauft haben.

mel mag, nebenbei bemerkt, keinen mezcal.

mezcal und tequila sind übrigens das gleiche, nur daß der tequila aus der gegend um die stadt tequila kommt und aus der blauen agave gewonnen wird und der mezcal überall hergestellt werden kann, wo agaven gibt.

tag 1 haben wir damit verbracht die altstadt zu erkunden und es gab wieder einige eindrucksvolle dinge zu sehen.





melanie hat auch die örtliche spezialität "chapulines" (heuschrecken) probiert.
den überlieferten angaben zufolge nicht der knaller.
ich persönlich esse ja nichts, was noch einen kopf hat oder wie hier oft zu sehen, jemand auf dem kopf getragen hat.

für den sonntag stand eine - wir sagen "buddha-fahrt" - auf dem programm.
diese beinhaltete eine fahrt nach santa maria del tule mit dem dicksten gleichzeitig einem der ältesten bäume der welt, el tule. danach ging es weiter zum wahrscheinlich spektakülärsten teil des ausfluges:
eine teppichfabrik !!
ich kann jetzt noch nicht wieder ordentlich geradeaus gucken.





im anschluß an die einführung in die herstellung wurden uns zahllose exemplare von eben "buddha" präsentiert, einem recht fülligen mexicaner, der sein hemd unter dem bauch verknotet hatte und als er sich mal kurz setzte entstand eine hervorragende öffnung, die seinen nabel perfekt in szene setzte.

weiter ging es nach mitla, mit seinen zapoteken-pyramiden, eine abfütterung in einem "typisch mex. restaurant" und dann zu den steinernen wasserfällen von hierve el agua.








den abschluß bildete natürlich ein besuch in einer mezcal-fabrik.
melanie, "das omen", hatte recht und es war wirklich die klitsche an der wir auf der hinfahrt schon vorbei gekommen sind.

tequila schmeckt einfach besser oder eben





die pyramidenanlagen von monte alban bei oaxaca haben wir uns für den sonntag aufgehoben.
morgens in die stadt und natürlich wieder jemanden von der touristenmafia getroffen, der uns den transport zu den pyramiden verkauft hat.
die gleichen leute die uns am vortag schon auf der buddhafahrt als guides, teppichverkäufer und fahrer begegnet sind, treffen wir in monte alban in verschiedenen funktionen wieder.
erschreckend!














war übrigens wieder sehr heiß.

am frühen abend dann wieder das lustige boarding-spiel.

kommenden samstag spielen die toten hosen in einem kleinen club in d.f.
würden wir ja gerne hingehen, kost ja alles nicht viel hier, wir sind hier aber anderweitig beschäftigt.
irgend ein spannendes konzert kriegen wir hier schon mit.

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