Samstag, 6. März 2010
mein letzter schultag
gut eine woche vor ende unseres abenteuers mexico habe ich heute meine schullaufbahn beendet und heute abend werden wir bei einer meiner spanischlehrerinen eine kleine feierlichkeit abhalten.
von uns aus mit relativ kleiner besetzung, aber mal sehen was ary (gastgeberin) noch an original mexicanischen einwohnern auf den teller legt.

abgesehen von der gestiegenen frequenz der partys ist hier alles beim alten.
die anzahl der täglich beobachteten unfälle ist konstant und es schert sich immer noch niemand darum dinge zu tun die das verkehrsleben in einer großstadt viel einfacher machen würden wie z.b. blinker benutzen, an einer roten ampel halten, aufgezeichnete spuren auch einhalten, nicht entgegen der fahrtrichtung fahren, die fahrzeugbeleuchtung instandhalten, fahrzeuge die länger als 17 jahre an einem platz stehen entsorgen, usw usw

naja, noch leben wir und mit allen gliedmaßen, körper- und hirnfunktionen.

toi toi toi

ja, was soll ich sagen?!

señor baehr ist inzwischen eine richtige partyhure geworden und wird auch schon von freunden mit zu familienfeierlichkeiten mitgenommen, wie z.b. vor zwei wochen zu einer hochzeit in kolumbien.

mel und ich hatten uns schon gadacht, daß es unter umständen kleine schwierigkeiten beim zoll geben könnte und so war es dann auch.

was macht ein erwachsener mann mit diesem rosa schwein im handgepäck ?
also einweghandschuh an und ..... nach drogen gesucht.

herr b. hat alles gut überstanden und viel spaß gehabt und neue freunde gewonnen.

hier die bilder




















nebenbei unterstützt herr b., der von den mexicaner den namen javier (das hören die aus herr baehr) bekommen hat, mel bei ihrer arbeit.








ansonsten gibt es keine flasche die "javier" nicht reiten kann






große sorgen bereitet uns im augenblick leider das wetter in deutschland.
in der letzten woche waren wir ja guter hoffnung, doch wenn wir jetzt die wetterberichte sehen läuft es uns kalt den rücken herunter.

da müßen wir scheinbar durch, oder?

aber erfrieren ist vielleicht schöner, als bei einem erdbeben zu sterben.
die einschläge kommen nämlich näher und ich habe hier das beben in thaiti und das in chile mitbekommen.
unser gebäude fängt dann nämlich an schön von links nach rechts oder von rechts nach links zu schwanken.

also, langsam koffer packen


bis dahin

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Donnerstag, 25. Februar 2010
Colombia
herr baehr hat, im gegensatz zu uns, am vergangenen wochenende wieder richtig was erlebt.

er war mit einem befreundeten mexicaner in bogota in kolumbien auf einer hochzeit.
die bilder dazu stehen noch aus aber auch hier war herr b. wieder der strahlende mittelpunkt des abends und er hat schon eine ansehnliche fangemeinde in lateinamerika.

unser wochenende hingegen war weniger spektakulär.
am einzigen freien tag (samstag) war mel leider krank und konnte nichts weiter unternehmen und der sonntag war dann auch wieder mit arbeit belegt.

es ist schon erstaunlich, wie oft wir hier in mexico krank sind, aber die apotheken haben fantastische waren und alles ist rezeptfrei.

unter der woche halten sich die aufregenden nachrichten einfach im rahmen und abgesehen vom alltäglichen wahnsinn auf den straßen ist es schwer geworden die skurrilitäten zu entdecken oder sie fallen uns schon einfach gar nicht mehr auf.

was mir jedoch aufgefallen ist, ist daß die hunde hier einfach keine neigung dazu haben zu bellen.
wenn ganze horden der vierbeiner in den parks zusammen herum toben hört man einfach keinen einzigen tierischen laut.

insgesamt ist die ganze hundesache hier etwas anders als in europa.
meist wirken die tiere recht ...wie soll ich es sagen...
naja, die interessiert es meist einfach gar nicht, wenn jemand oder etwas an ihnen vorbei läuft. ob hund, katze, mensch oder eidechse ist vollkommen egal. da wird nicht mal geblinzelt oder dem ding nachgeschaut.

außerdem tragen hier viel hunde kleidung.
die mexicaner scheinen es zu lieben ihre hunde anzuziehen. ist ja auch verdammt frisch hier und man will ja nicht, daß die kleinen frieren.
im gegensatz zu deutschland ist es hier aber keine spezielle tierkleidung sondern t-shirts oder hemden.

ok, es sieht schon recht niedlich aus, wenn ein babypitbull mit einem motorhead-shirt auf der straße mit seiner ca. 7 jährigen besitzerin herumtollt oder einem ein mächtig breiter und großer hund mit einem business-hemd entgegen kommt, aber ob die sich wirklich wohl fühlen?

ich habe auch freundschaft mit einem großen und breiten hund geschlossen, der mir jeden morgen im parque espana begegnet.
er trottet täglich mit seiner besitzerin um den park herum und hat dabei immer ein kleines gelbes stoffentchen im maul.
vor einigen tagen war es dann soweit. ich saß auf meiner parkbank in der sonne und lernt noch ein wenig spanisch, da kam der kerl zu mir und legte mir sein vollgesabbertes entchen auf den schoß und legte sich vor die bank.
anfangs war ich recht unsicher, ob ich die ente anfassen durfte oder auch wollte, aber dann habe ich sie ihm doch wieder vor die nase gelegt und er ist davon gewatschelt.

andere hunde legen sich gerne neben meine bank, während herrchen oder frauchen weiter durch den park joggen. währe mir auch zu anstrengend.

nun gut, genießt eure frühlingshaften temperaturen und bis bald

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Dienstag, 16. Februar 2010
luchas libres und ein wochenende in queretaro
den freitagabend verbrachten wir mit mel´s spanischlehrer und einem weiteren schüler bei den luchas libres, einer mexicanischen form des wrestlings.

es ist genauso ein großes theater wie bei den us-amerikanern, mit großem zirkus und fernab jeder kämpferischen realität, jedoch sind die luchas (sp. für kämpfer) allesamt äußerst merkwürdig maskiert.

die mexicaner fahren wirklich extrem auf das ganze zeug ab, tragen die masken der kämpfer (gerne auch in ihrer freizeit, wofür man in deutschland wahrscheinlich erstmal wegen erregung öffentlichen ärgernisses verhaftet werden würde), bringen omas, opas und schulpflichtige kinder mit in die halle und allesamt beschimpfen die luchas mit den abartigsten schimpfwörtern.

wir saßen im block mit den angestellten, dem besitzer einer taceria und seinen freunden.
die hatten scheinwerfer dabei, mit denen sie unseren bereich bestrahlten, damit die kameras auch was sehen und zeigen konnten, wenn sie auf uns gerichtet waren, die hatten trommeln und tröten und natürlich was zum essen und die finstersten beleidigungen dabei.
interfamiliäre-erotische beziehungen waren dabei nur eine nuance die den wrestlern entgegen geworfen wurden.





mann muß da einfach mitmachen und dann sind die schwächen im handlungsstrang schnell vergessen und der abend ein riesen spaß.





ja, ist wieder spät geworden an diesem abend und dafür sind wir dann am samstag morgen zügig aufgestanden und mit zweien von mel´s kollegen nach san miguel de allende um nachher 4 weitere kollegen im ferienhaus von einem eben dieser kollegen in queretaro zu treffen.





wir hatten uns einige stunden in san miguel umgesehen und dann auf einem markt auch meine derzeitige mitschülerin getroffen.
die welt ist nun mal sehr klein und auch ca. 3 autostunden von d.f. trifft man leute wieder.
war ein kleiner peinlicher moment, denn ich konnte sie nicht mal wirklich melanie vorstellen, da ich nach einer woche gemeinsamen unterrichts ihren namen nicht mehr wußte (meine lehrerin weiß ihn übrigens auch nicht).





der abend fing dann mit hausgemachten tortillas an und ging über jägermeister weiter ins nächtliche queretaro.





für einige war aber schon der anfang genug








angedacht war eine karaoke-bar.
die erste location war aber großer mist und wir sind weiter in eine bar/einen club und auch dort hatten wir eine menge spaß.

auch unser rosa kollege, der inzwischen wieder recht fit war.








mexicaner tanzen fast immer und überall und auch herrn baehr konnte letztendlich nichts mehr halten.





am nächsten morgen konnten wir uns noch ein wenig in queretaro umschauen.
die stadt liegt aber im vergleich mit puebla, san miguel de allende, oaxaca und anderen weit hinten.

bis die tage

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